Jeden Morgen wache ich pünktlich um sieben Uhr ohne Zutun meines Weckers auf. Sobald ich mich ordentlich gestreckt habe und aufgestanden bin, salutiere ich vor dem selbstangefertigten Gemälde des großen Anführers unserer deutschen Nation: Kaiser Wilhelm den Zweiten, und danke ihm für das Wirtschaftswunder. Gefolgt vom Singen unserer Nationalhymne, und zwar nicht weniger als fünfundzwanzigmal,„Eine deutsche Routine im Jahre 1914 aus einem leicht ironischen Blickwinkel“ weiterlesen
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Totes Eichhörnchen
Der Friedhof lag still da, die Gräber schwiegen, die Toten schliefen ihren endlosen Schlaf und leichter Nebel kroch niedrig über den kalten Boden. In der Ferne ertönte das unheilvolle, heisere Krächzen eines Kauzes vernehmen. Graue Wolken verzierten den grauen Nachthimmel, der Mond hing wie ein gelber Totenschädel hoch oben und schaute auf die Erde herab.„Totes Eichhörnchen“ weiterlesen
Was macht ein schlechtes Gedicht aus?
Ein schlechtes Gedicht, das reimt sich nicht, Das Reimschema ist durcheinander, unregelmäßig, völlig willkürlich und wechselt mittendrin, Auf Stabreim folgt Kreuzreim, Auf A folgt C, dann kommt B, und, ich glaube, dann D, Die Verse sind unterschiedlich lang und da gibt es diese eine Zeile, die unnötig lang ist, Es fehlt der Takt und der„Was macht ein schlechtes Gedicht aus?“ weiterlesen