»… und dann kam der Lockdown.« oder Der ewige Lockdown

Viertausendzweihundertdreiundsechzig. Es waren genau viertausendzweihundertdreiundsechzig Rosen auf dieser Tapete. Ich wusste es, denn ich habe sie alle gezählt. Immer und immer wieder, nur um sicherzugehen. Es befanden sich viertausendzweihundertdreiundsechzig Rosen auf der Tapete, zumindest an dieser einen Wand. Sie sahen alle gleich aus, wobei einige schon ein paar Flecken hatten, aber ansonsten waren es viertausendzweihundertdreiundsechzig„»… und dann kam der Lockdown.« oder Der ewige Lockdown“ weiterlesen

Der Tag, an dem der Himmel blutete

Es gab Katastrophen, die kündigten sich lange vorher an. Meteoriteneinschläge, zum Beispiel. Da wissen Forscher bereits Jahre im Voraus, wann der gigantische Felsbrocken auf unsere blaue Kugel einschlägt und unsere kleine, junge Zivilisation aus den Geschichtsbüchern streicht. Man kann Notfallpläne entwickeln, Gegenmaßnahmen vorbereiten, hoffen, das letztlich doch alles gut ausgehen, das nichts passieren wird und„Der Tag, an dem der Himmel blutete“ weiterlesen

Die Reise ins Unbekannte

Prolog Manche Geheimnisse sollten besser niemals gelüftet werden. Diese Erkenntnis musste ich auf schmerzliche Art und Weise erfahren. Ich musste es auf eine Art lernen, auf die es kein Mensch lernen sollte. Noch heute höre ich die schreienden Stimmen meiner Gefährten, wenn ich schlafen gehe. Noch immer sehe ich ihre vor Schreck erstarrten Gesichter, ihre„Die Reise ins Unbekannte“ weiterlesen

Die Expedition

Kapitel I Das Klingeln eines Weckers gehört wahrscheinlich zu den nervigsten Geräuschen, die je existiert haben. So dachte zumindest Christian Woetz, als er ihn um sieben Uhr morgens hörte. Widerwillig öffnete er seine Augen, starrte ungläubig seinen Lärm verursachenden Wecker an und schlug dann mit der Faust auf ihn, um ihn auszuschalten. Endlich Stille, dachte„Die Expedition“ weiterlesen

Zugfahrt

Langsam fielen die Schneeflocken vom düsteren Himmel. Der weiße Schnee sammelte sich am Boden von Lorgon-City, überall standen Personen, verschmutzten das unberührte Weiß. Warum waren sie alle hier? Welchen Grund hatten sie sich hier zu versammeln? Gab es etwas zu kaufen? Eine neue Besonderheit? Etwas was jeder haben muss? Nein. Er schaute sich um, überall„Zugfahrt“ weiterlesen

Die letzte Schlacht

Es war vier Uhr morgens, als sie an meiner Tür hämmerten. Schlaftrunken öffnete ich sie, vor mir standen drei Personen. Zwei Männer in den silbernen Rüstungen der imperialen Fußsoldaten, ihre Gesichter hinter grauen Helmen versteckt und ein junger Mann mit blonden Haaren gekleidet in schwarzer Offiziersuniform. Er hielt mir einen Schrieb vor das Gesicht. »Entschuldigen„Die letzte Schlacht“ weiterlesen

Mein Nachbar, die Krähe

Umziehen ist nie leicht. Es ist ein stressiger, anstrengender Prozess, der mehr als nur ein paar Nerven kostet. Er kostet alle Nerven, er frisst sie quasi auf und spuckt sie wieder aus, hinterlässt nichts weiter als graublaue Kaugummimasse. Diesen Prozess musste auch Oliver Voss durchlaufen. Er war fertig mit den Nerven. Er hatte schon seit„Mein Nachbar, die Krähe“ weiterlesen

Verloren

„In the pines, in the pines, Where the sun don‘t ever shines.“ – Lead Belly – Im Nachhinein betrachtet, war es keine gute Idee sich von der Gruppe zu trennen und alleine loszumarschieren. Die Sonne verschwand langsam hinter dem Horizont und der Wald wurde finster. Ihr wurde kalt, sie begann leicht zu zittern. Ihr Atem„Verloren“ weiterlesen

Überstunden

Arbeite doch in einem Diner, haben sie gesagt. Es wird dir gefallen, haben sie gesagt. Es ist ein guter Job für ein Skelett, haben sie gesagt. Zur Hölle mit denen, dachte sich Nick. Er hasste seinen Beruf. Unzählige Nachtschichten, Bezahlung unterm Mindestlohn, lange Arbeitstage, das ständige Stehen, die hässlichen Anfeindungen. Hey Kalkgesicht, schmeiß mal ‘ne„Überstunden“ weiterlesen