Zehntausend Traktoren, mechanische Bullen, in Reih und Glied
Geballte Macht, ihr tiefes Brummen ein agrarisches Lied
Der stählerne Motor brummt und dröhnt
Unter Tonnengewicht die Straße ächzt und stöhnt
Bauern, Landwirte, Mägde, Knechte rufen gen Himmel
Vereint im Kampf gegen politischen Schimmel
Kreuze an Stiefeln, Kreuze auf Feldern
Ihr stummes Rufen hallt über allen Wäldern
Ganz klar, sie rufen: »Sind wir tot, gibts kein Brot!«
Weltfremde Oligarchen erdrosseln lebendiges Land
Bringen kleine & große Höfe an des Abgrunds Rand
Vergiften den Boden der geliebten Heimat
Zerstören ohne Plan, ignorieren jeden Rat
Ampeln, die an düsteren Galgen hängen & schwingen
Mit zornigen Orkanwind sinnlos ringen
Das Hupen, das Rufen, nicht ignorierbar
Der Anblick der Massen so sonderbar
Für die, die in gläsernen & goldenen Palästen sitzen
In ihren Händen nichts weiter als stumpfe Speerspitzen
Und in ihren Gesichtern nur verzweifeltes Grinsen
Heben die Hände, zucken die Schultern
Wollten den Bauern zuerst opfern
Die Zeichen stehen schon lange & deutlich an der Wand
Mit krummen Rücken stehen sie unsicher am Rand
Hinter ihnen nichts als endloser, dunkler Abgrund
Und im Anmarsch bereits der wütende Verbund
Was wird passieren in diesem Land
Wenn die Ernährer verschwinden
Und sich ausbreitet ein Flächenbrand?
Wenn Zorn & Wut & Frustration überhandnehmen?
Und die Tonnen an Stahl auf den Straßen nicht abnehmen?
Wenn der Kessel überkocht?
In der Ferne höre ich bereits das Schlagen der Trommeln
Und ich sehe die schreckliche schwarze Fahne am Horizont
Unheilvoll knattert sie wieder im stürmischen Wind
Aus alten, dunklen, vergessenen Tagen ist sie zurückgekehrt
Auf ihr drauf, das sehe ich klar, ist der Pflug & das Schwert.
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