Cyberpunk, Neoreaktion und technokapitalistischer Totalitarismus

1. Einleitung

Das Cyberpunk-Genre begeistert seit Jahren Leser und Zuschauer, egal ob es sich nun um Filme wie „Blade Runner 2049“, Videospiele wie „Deus Ex: Human Revolution“ und „Cyberpunk 2077“ oder um Romane wie „Neuromancer“ und „Snow Crash“ handelt. Oftmals werden hochtechnologische Gesellschaften und düster-dystopische Welten gezeichnet, wo der Kapitalismus quasi-totalitäre Ausmaße erreicht hat und Megakonzerne die Regierungen der alten Welt ersetzt haben. Bisher war das nur Fiktion, doch schon seit geraumer Zeit formen sich, besonders in der Digitalbranche und im Silicon Valley, Gruppierungen und Unternehmen, unterstützt von einer neoreaktionären Philosophie, deren Zukunftsvisionen denen aus dem Cyberpunk-Genre zum Verwechseln ähnlich sind.

Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen Cyberpunk und heutigen Tech-Unternehmern wie Peter Thiel und Titus Gebel gibt. Formte dieses Nischen-Genre einen neuen technokapitalistischen Totalitarismus? Was ist technokapitalistischer Totalitarismus?

Im ersten Teil der Arbeit beschäftige ich mich mit der Geschichte des Cyberpunks und seinen grundlegenden Ideen. Als Beispiele dienen mir der Roman „Snow Crash“ und das Musikgenre „Synthwave“ bzw. „Vaporwave“.

Danach behandle ich die theoretische Grundlage des Technokapitalismus, die sogenannte „neoreaktionäre Bewegung“, oftmals abgekürzt mit NRx. Hier betrachtete ich die beiden Philosophen Curtis Yarvin und Nick Land.

Im dritten Abschnitt setze ich mich mit der Praxis des Technokapitalismus, allen voran mit Peter Thiel, Titus Gebel und seinen Privatstädten sowie dem „Metaverse“ von „Meta Platforms“, auseinander.

Abschließend wird aus den Argumenten und Erkenntnissen ein Fazit gezogen und eine mögliche Definition für „technokapitalistischen Totalitarismus“ gegeben.

In meiner Arbeit stütze ich mich auf die wissenschaftlichen Werke von Elizabeth Sandifer (Neoreaktion), Grafton Tanner (Synthwave/Vaporwave) und Jiré Emine Gözen (Cyberpunk). Des Weiteren werde ich mich auf Primärquellen von Nick Land, Curtis Yarvin, Peter Thiel und Titus Gebel beziehen.

2. Cyberpunk: Geschichte, Ideen, Snow Crash und Synthwave

Die Ursprünge des Cyberpunk-Genres liegen in der sogenannten „Mirrorshades-group“, auch bekannt als „Movement-Gruppe“. Erstmals traten die Gründer Bruce Sterling und Lewis Shiner 1976 zusammen, später kamen noch William Gibson und John Shirley hinzu. Bekannt wurde dieses Autorenkollektiv durch sein rebellisches Auftreten bei Veranstaltungen, seiner harschen Kritik der damaligen Science-Fiction-Literatur und seiner offen zur Schau gestellten Feindschaft gegenüber bestimmten Schriftstellern. Besonders kritisch sahen sie die Zusammenarbeit einiger Science-Fiction-Autoren wie Robert A. Heinlein und Dean Ing mit dem „Citizen‘s Advisory Council on National Space Policy“, der die Reagan-Regierung in Themen wie Weltraumtechnik und -forschung beraten sollte (Vgl. Gözen 2012, 69-84).

Die „Movement-Gruppe“ trat zu dieser Zeit mit der Forderung auf, dass sich die Science-Fiction wandeln und sich den Gegebenheiten des „Elektronischen Zeitalters“ anpassen muss. Die Autoren um Gibson erschufen mit ihrer eher linken und anarchistischen politischen Orientierung ein Gegengewicht zu den damals vorherrschenden reaktionären und militaristischen Tendenzen in der Science-Fiction-Literatur. Die Autoren und ihre Werke wurden später als „Cyberpunk“ bezeichnet (Vgl. ebd., 85).

Als Begriff tauchte er zum ersten Mal als Titel in einer Kurzgeschichte von Bruce Bethke auf, die er 1983 in einem Magazin veröffentlichte. Die Geschichte handelt von einer Gruppe von Jugendlichen, die sich in Computer hacken. Bethke zeichnet eine Welt, die von Computern und Computernetzwerken geprägt und abhängig ist, dadurch nahm er bereits grundlegende Ideen des Cyberpunk-Genres vorweg. Der Begriff „Cyberpunk“ setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: „Cyber“, als Verweis auf Computertechnik und Hochtechnologie und „-punk“, als Bezeichnung für rebellische, der Gesellschaft nicht angepasste Jugendliche. In der Kurzgeschichte von Bethke nutzen die Jugendlichen ihre Hacking-Fähigkeiten, um Geld zu stehlen oder sensible Daten zu löschen (Vgl. ebd., 86f.).

Der Begriff „Cyberpunk“ setzte sich als Bezeichnung für die Romane von Sterling, Gibson und anderen, die nicht zur Movement-Gruppe gehörten, aber sich an ihr orientierten, durch (Vgl. ebd., 88).

Ich werde nun die allgemeinen Ideen des Cyberpunk-Genres betrachten.

Die meisten Erzählungen beschreiben nahe Zukunftsvisionen des 21. Jahrhunderts, selten werden sie auch im 22. oder 24. Jahrhundert angesiedelt. Die entworfenen Gesellschaften sind oftmals hochtechnologisch mit einem Fokus auf Computernetzwerke, Hacking, Künstliche Intelligenzen, Bio-, Nano- und Gentechnologien (Vgl. ebd., 205-208).

In diesen Welten spielen die Trennungen und Kategorisierungen von Nationalitäten und staatlichen Grenzen keinerlei Rolle mehr. Anstelle von Nationalsprachen treten nun multikulturelle Polyglotte auf. Nationale Grenzen haben ihre Bedeutung verloren, durch die elektronische, globale Vernetzung der Menschheit wurde die Durchmischung der Kulturen auf die Spitze getrieben. Der Gedanke des Nationalstaates mit seinen klar abgrenzbaren Ethnien und Kulturen ist längst in Vergessenheit geraten (Vgl. ebd., 239-242).

In den meisten Cyberpunk-Erzählungen gibt es keine funktionierenden Regierungen mehr, das staatliche Gewaltmonopol wird entweder umgangen, ignoriert oder existiert schlichtweg nicht mehr (Vgl. ebd., 242). Anstelle der Regierungen herrschen nun einzelne Megakonzerne, die sich den Reichtum und die Weltmacht untereinander aufteilen (vgl. ebd., 294). Der (Techno-)Kapitalismus hat sich global ausgedehnt und „die Welt […] zu einem homogenisierten Marktplatz der Massen“ (Ebd.) transformiert. Die Gesellschaften sind nach einem sozialdarwinistischen Prinzip aufgebaut: Nur die stärksten, rücksichtslosesten und wehrfähigsten Konzerne haben eine Chance auf Erfolg. Eine ideologische oder gar eine politische Kritik findet nicht mehr statt (Vgl. ebd., 295f.). Der Technokapitalismus ist allgegenwärtig, alternativlos und von jeglicher menschlicher Kontrolle und Emotion entkoppelt.

Der Roman „Neuromancer“ von William Gibson fasst es sehr gut zusammen:

Macht bedeutete in Cases Welt wirtschaftliche Macht. Die Zaibatsus, die multinationalen Konzerne, die den Lauf der Geschichte bestimmten, hatten die alten Barrieren überwunden. Wenn man sie als Organismen betrachtete, hatten sie eine Art von Unsterblichkeit erlangt. Man konnte eine Zaibatsu nicht töten, indem man ein Dutzend Manager in Schlüsselpositionen umbrachte; es standen schon andere bereit, die auf der Leiter nachrücken, die frei gewordenen Posten einnehmen, und sich Zugang zu den riesigen Speicherbanken der Firma, ihrem Gedächtnis verschaffen würden (Gibson 2021, 276f.).

Die Cyberpunk-Werke können als eine überspitzte Kritik an der damaligen neoliberalen, wirtschaftsorientierten und konservativen Regierungen unter Margaret Thatcher und Ronald Reagan ab den 1970ern und 1980ern verstanden werden. Des Weiteren beschreiben sie den Triumph eines neuen Kapitalismus, in dem nicht mehr der Mensch, sondern Technologien, Informationen und neue Medien eine dominante Position einnehmen (Vgl. Gözen 2012, 294-297).

Ich komme nun zum Roman „Snow Crash“ als Beispiel für Cyberpunk-Literatur. Das Werk wurde von Neal Stephenson geschrieben und 1992 veröffentlicht, es gilt also als ein sehr später Cyberpunk-Roman. In meiner Hausarbeit beziehe ich mich auf die deutsche Ausgabe von 2021.

Die Handlung spielt in Los Angeles des beginnenden 21. Jahrhunderts. Die Geschichte wird achronologisch aus der Sicht eines hetereodiegetischen Erzählers, der an bestimmten Stellen in die Ich-Perspektive wechselt und den Leser direkt anspricht, geschildert. Zentrale Figuren sind der Hacker/Programmierer Hiro Protagonist und die fünfzehnjährige Kurierfahrerin Y. T. (Vgl. Gözen 2012, 201ff.).

Wie in anderen Cyberpunk-Werken wird auch in „Snow Crash“ eine hochtechnologische Gesellschaft beschrieben, so gibt es z.B. „semiautonome Wacheinheiten“ (Stephenson 2021, 306), Mischwesen aus Maschine und Hund, die mithilfe von „[r]adiothermische[r] Energie emittierende[n] Isotope[n]“ (Ebd., 304) betrieben werden und Höchstgeschwindigkeiten von bis zu eintausend Stundenkilometer erreichen können (Vgl. ebd., 304ff.). Herzstück der technologischen Gesellschaft ist das sogenannte „Metaverse“, wo sich die Figur Hiro die meiste Zeit aufhält (Vgl. ebd., 35). Der Erzähler beschreibt es als ein „computergenerierte[s] Universum, das ihm [Hiro] sein Rechner auf die Brille malt und in seine Kopfhörer pumpt“ (Ebd.). Das „Metaverse“ wird als eine Straße beschrieben, die sich bis ins Unendliche streckt. An diesem virtuellen Ort können Unternehmen und Privatpersonen Gebäude, Werbetafeln und Parks bauen sowie alles, das in der Realität nicht möglich ist (Vgl. ebd., 36), wie z. B. „am Himmel schwebende Lichtshows […] oder rechtsfreie Kampfzonen, wo Leute hingehen können, um sich gegenseitig zu jagen und zu töten“ (Ebd.).

Vergleichbar mit anderen Cyberpunk-Werken existiert in „Snow Crash“ kein staatliches Gewaltmonopol mehr. Die Macht der US-Regierung beschränkt sich auf das sogenannte „Fedland“, einem stark abgeriegelten Bereich, der sich an den Highway 405 schmiegt. Dort sammeln sich die Überreste von FBI, U.S. Marshalls, Secret Service und dergleichen (Vgl. ebd., 217f.). Die „Central Intelligence Agency“ wurde privatisiert und ist nun die „Central Intelligence Corporation“, die durch den Erwerb und Verkauf von Informationen ihr Geld erhält (Vgl. ebd., 136ff.).

Die USA sind vollständig balkanisiert, zerfallen in unzählige sogenannte „Burbclaves“, „Stadtstaat[en] mit eigener Verfassung, eigenen Grenzen, Gesetzen, Cops, allem Drum und Dran“ (Ebd., 13). Diese Städte sind oftmals zu klein, um sich ein eigenes Gefängnis oder Justizsystem zu leisten (Vgl. ebd., 161). „White Columns“, eine dieser Stadtstaaten, spricht sich gar freiwillig gegen eine eigene Polizeiwache oder ein Gefängnis aus, denn sie seien „[z]u unansehnlich. Versaut die Immobilienpreise. Hat mögliche Schadenersatzklagen zur Folge“ (Ebd., 65). Stattdessen vertrauen sie auf eine private Sicherheitsorganisation namens „MetaCops Unlimited“ (Vgl. ebd., 60).

Andere Stadtstaaten versprechen gegen Gebühren ein Leben in Sicherheit, Wohlstand und in „freier, fairer Marktwirtschaft“, wie Mr. Lee‘s Groß-Hongkong (Vgl. ebd. 125f.).

Ich komme nun zu Synthwave und Vaporwave. Dieses Musikgenre ist unter vielen Namen bekannt: Vaporwave, Retrowave, Dreamwave, Scifiwave, Dark Synthwave, etc., alle Bezeichnungen meinen ungefähr dasselbe, elektrische bzw. synthetische, minimalistische Musik mit einer bestimmten Internet-Ästhetik. Der Einfachheit halber werde ich im folgenden die Bezeichnung „Synthwave“ benutzen.

Bei Synthwave handelt es sich um ein aus dem Internet geborenes elektronisch-musikalisches Mikrogenre, das die Meinungen seiner Hörer wie auch Kritiker mit seiner markanten Ästhetik und eigenwilligen Formen der Produktion teilt. Seine Wurzeln liegen bei den avantgardistisch-elektronischen Pionieren wie John Cage oder der San Francisco Band „Negativland“ (Vgl. Tanner 2016, x).

Synthwave ist die Musik der sogenannten „Nicht-Zeit“ und des „Nicht-Ortes“, da sie skeptisch gegenüber dem ist, was die Konsumerkultur mit Raum und Zeit angestellt hat. Der Großteil des Genres ist gegenüber dem (Techno-)Kapitalismus sehr kritisch eingestellt und das in jedem Stadium der Produktion, vom Source Material bis hin zu Verteilung und Verkauf (Vgl. ebd., 39).

Synthwave formuliert die Kaufhausmusik oder Stimmungsmusik in Warteräumen um, um die Hörer an die Omnipräsenz des Kapitalismus zu erinnern und sie aus der „korporatistischen Gesellschaft“ zu befreien (Vgl. ebd., 41). Grafton Tanner schreibt dazu: „Vaporwave takes the fit, smiling, white-teethed mask off Muzak and replaces it with a more sinister face – the dead stare of unfettered capitalism“ (Ebd.).

Die Ästhetik von Synthwave bezieht sich sehr stark auf Bilder, die ein Leben im Kapitalismus darstellen, egal ob vergangen oder gegenwärtig. Die Albumcover und Musikvideos zeigen Bilder von Kommerz, Großstädten, Computern, Fernsehern und anderen technologischen Medien, sogenannten „Nicht-Orten“ (Vgl. ebd., 43).

Synthwave wird auch als Musik des „Akzelerationismus “ gesehen, also der Idee, dass man den Kapitalismus immer weiter beschleunigen muss, entweder um eine Revolution auszulösen oder um dem Untergang näher zu kommen (Vgl. ebd, 62). Dazu im nächsten Kapitel mehr.

Ähnlich dem Cyberpunk-Genre ist auch Synthwave kritisch gegenüber dem Technokapitalismus, beide parodieren reaktionäres Denken und die verbreitete Sucht nach Nostalgie.

3. Neoreaktion: Curtis Yarvin und Nick Land

Bei Curtis Yarvin handelt es sich um einen US-amerikanischen Softwareentwickler und Politikwissenschaftler. Er ist der Gründer von Urbit und hat unter dem Pseudonym „Mencius Moldbug“ auf seinem Blog „Unqualified Reservations“ mehrere Essays und Artikel geschrieben (Vgl. Sandifer 2017, 16). Er gilt als Gründer der sogenannten „neoreaktionären Bewegung“.

Er selbst bezeichnet sich als „Formalist“ oder „Neo-Kameralist“, abgeleitet vom Kameralismus, dem Herrschaftssystem Friedrichs des Großen. Die grundlegende Idee der Ideologie ist, dass der Staat ein gewinnorientiertes Unternehmen ist, das Land besitzt, und als solches sollte es auch geleitet werden. Der Besitz soll in handelbare Aktien verwandelt werden, die jeweils einen Teil des Staatsgewinnes bilden. Jede Aktie ist gleichzusetzen mit einer Stimme. Diese können Aktionäre nutzen, um ein Gremium zu wählen, das dann Manager einstellen und auch wieder entlassen kann. Die Bewohner des Staates sind auch seine Kunden und als solche sollen sie auch gut, effizient und effektiv behandelt werden (Vgl. Moldbug 2007a), denn „[m]isgovernment equals mismanagement“ (Ebd.) und das bedeutet Gewinnverlust.

Seiner Idee nach soll der „beste CEO der Welt“ gefunden und ihm absolute Kontrolle über Budget, Politik und Personal gegeben werden. Wenn ein Staat darauf ausgerichtet ist, seinen Gewinn zu maximieren, dann tragen die Unternehmer die Verantwortung, dass der Staat effizient funktioniert und es allen „Kunden“ gut geht (Vgl. Sandifer 2017, 19f.). Er sieht auch keinen nennenswerten Unterschied zwischen der US-Regierung und Microsoft (Vgl. Moldbug 2007b).

Die Ideologie des Formalismus ist durchgehend antidemokratisch. Yarvin sieht Demokratie als einen Fehler, ein gescheitertes Experiment (Vgl. Moldbug 2007c). Demokratie ist für ihn reinster Progressivismus, der die Gesellschaft unaufhaltsam nach links drückt (Vgl. Sandifer 2017, 19). Es sei ein ineffizientes System, das ständig Gesetz und Ordnung untergräbt und von einer regelrechten Armee aus Beamten regiert wird . Faschismus und Kommunismus seien keine Antithesen zur Demokratie, sondern nur weitere Spielarten (Vgl. Moldbug 2007c). Totalitarismus sei „democracy in its full-blown, most malignant form“ (Moldbug 2007a), es gebe keinen Unterschied zwischen einem Mehrparteien- und einem Einparteiensystem (Vgl. Moldbug 2007c).

In „Against political freedom“ schreibt Yarvin:

In my ideal neocameralist state, there is no political freedom because there is no politics. Perhaps the government has a comment box where you can express your opinion. Perhaps it does customer surveys and even polls. But there is no organization and no reason to organize, because no combination of residents can influence government policy by coercion (Moldbug 2007a).

Ein formalistischer Staat wird nicht nur wie ein gewinnorientiertes Unternehmen geführt, sondern ist auch antidemokratisch und gewährt seinen „Kunden“ keinerlei politische Freiheit.

Curtis Yarvin präsentiert sich auch als ein großer Cyberpunk-Fan. So referenziert er in seinen Schriften oft die „rote und blaue Pille“ aus der „Matrix“-Trilogie, wie z. B. in „The case against democracy. Ten redpills“. Die „rote Pille“ zeigt, „how deep the rabbit hole goes“ (Sandifer 2017, 36), sie bedeutet also „Wahrheit“, „Wissen“ und „Erweckung“, während die „blaue Pille“ eine gegenteilige, betäubende Wirkung hat, also für „Lüge“, „Illusion“ und „Täuschung“ steht (Vgl. ebd., 36f.). Elizabeth Sandifer kommentiert das mit: „There is a strain of technofetishism running through all of this so far that exists on a level far deeper than mere axiom“ (Ebd., 36).

Nick Land gilt neben Curtis Yarvin als der zweite große „Neoreaktionär“, er stieß aber erst später dazu. Sein Verdienst ist es, dass die Bewegung auch unter dem Namen „Dark Enlightenment“ (dunkle Aufklärung) bekannt ist. Der Begriff tauchte zuerst 2012 in seinem Essays mit dem selben Titel auf.

Land ist ein britischer Philosoph, der bis 1997 an der University of Warwick als Dozent für Kontinentale Philosophie arbeitete. Er betätigte sich auch in der sogenannten „Cybernetic Culture Research Unit“, einer Gruppe, die sich intensiv mit Cyberpunk, H.P. Lovecraft, William S. Burroughs und den Schriften von Gilles Deleuze beschäftigte. Nach 1997 verließ Land die Universität und zog nach Shanghai, China (Vgl. Sandifer 2017, 26-29).

Ähnlich wie Yarvin ist auch er ein großer Fan von Cyberpunk, wobei es bei ihm stärker zutage tritt, wie in seinen Essays „CyberGothic“ (Vgl. Land 2017, 345-374) und „Machinic Desire“ (Vgl. ebd., 319-344) deutlich wird.

Land gilt als der Vater des sogenannten „Akzelerationismus“. Die Idee besagt, dass Kapitalismus ein allgegenwärtiges, alternativloses System sei, welches sich nicht selbst zerstören wird, wie Marx und seine Nachfolger oft behauptet haben, da es in der Lage ist, sich ständig selbst zu revolutionieren (Vgl. Fitchett 2020). Kapitalismus zerstört alle Werte und Traditionen, jeder Gegenstand wird kommodifiziert, selbst Kritik am System verkommt zur bloßen Ware (Vgl. Land 2017, 444f.). Nick Land beschreibt es folgendermaßen: „Communist iconography has become raw material for the advertising industry, and denunciations of the spectacle sell interactive multimedia“ (Ebd., 448).

Kapitalismus selbst sei fehlerlos, die Fehler liegen beim Menschen, weshalb dieser in der Zukunft automatisiert und letztlich verschwinden wird, eine Verschmelzung von Mensch und Technologie wird stattfinden (Vgl. ebd., 444f.). Nick Land prophezeit düster: „Nothing human makes it out of the near-future“ (Ebd., 443).

Die zweite große Idee ist die des „Dark Enlightenment“. Ähnlich wie Yarvin ist auch Land antidemokratisch eingestellt. Für ihn bedeutet eine Wahl zu gewinnen, einfach nur die meisten Stimmen zu kaufen. Die Informationsorgane einer Gesellschaft, also Bildung und Medien, sind genauso anfällig für Korruption wie die Wählerschaft (Vgl. Land 2012). Die demokratischen Massen seien bloß ein „irrational mob“ (Ebd.), die Wählerschaft und die Politiker sind miteinander verbunden, jede Seite „drives the other to ever more shameless extremities of hooting, prancing cannibalism, until the only alternative to shouting is being eaten“ (Ebd.). Das „democratic virus“ (Ebd.) zerstöre freies unabhängiges Denken sowie menschliche und industrielle Investitionen (Vgl. ebd.) und ersetzt sie durch „sterile, orgiastic consumerism, financial incontinence, and a ‘reality television’ political circus“ (Ebd.). Demokratie ende entweder in einer Apokalypse oder in einer Zombiegesellschaft (Vgl. ebd.).

Land unterstützt auch Yarvins Formalismus. Regierungen sollen durch sogenannte „gov-corps“ (Government Corporations) ersetzt werden. Die Öffentlichkeit würde „entpolitisiert“ werden, denn „there is no longer any need for residents (clients) to take any interest in politics whatsoever“ (Ebd.). Eine „gov-corp“ würde sich darauf konzentrieren, einen effizient geleiteten und sicheren Staat zu führen, der neue Kunden anwirbt, ohne Politik oder Mitbestimmung. Wer nicht zufrieden ist, kann gehen (Vgl. ebd.). Nick Land fasst es zusammen mit: „No voice, free exit“ (Ebd.).

4. Technokapitalistischer Totalitarismus in der Umsetzung: Peter Thiel, Titus Gebel und Metaverse

Peter Thiel, ein deutschstämmiger US-Amerikaner, gilt als eine der bekanntesten Figuren des Silicon Valley. Er ist der Gründer von PayPal, war der erste externe Kapitalgeber von Facebook (seit Oktober 2021 als Meta Platforms bekannt), gilt als der Mitbegründer des Datenanalyse-Unternehmens Palantir Technologies und investiert in zahlreiche Projekte und Tech-Unternehmen (Vgl. Masters; Thiel 2014). Thiel ist aber auch politisch sehr aktiv. Er finanzierte die Trump-Präsidentschaftskampagne mit, sprach bei der Republican National Convention und unterstützt rechtsgerichtete Politiker (Vgl. Sandifer 2017, 15).

Ganz im Geiste der neoreaktionären Philosophie ist auch er antidemokratisch eingestellt. In seinem Essay „The Education of a Libertarian“ schreibt er sehr deutlich: „I no longer believe that freedom and democracy are compatible“ (Thiel 2009).

Auch in seinen anderen Kerngedanken weicht er von weiteren marktwirtschaftlichen Unternehmern und Denkern ab. So behauptet er, dass Konkurrenz und freier Markt schlecht für das Geschäft seien. Unternehmen sollten lieber anstreben, Monopole zu bilden (Vgl. Masters; Thiel 2014, 26ff.) In einem freien Markt müssen die Unternehmen Produkte zu den Preisen anbieten, die dieser vorgibt. Wenn Gewinne zu holen sind, erscheinen neue Unternehmen auf dem Markt, erweitern das Angebot, drücken die Preise und reduzieren so den möglichen Profit. Konkurrieren zu viele Unternehmen miteinander, erleiden sie Verluste und einigen von ihnen droht dann Insolvenz (Vgl. ebd., 28). Thiel schreibt: „Unter den Bedingungen des perfekten Wettbewerbs erzielt langfristig kein Unternehmen Gewinne [sic!]. Das Gegenteil des perfekten Wettbewerbs ist das Monopol“ (Ebd.).

Kapitalismus sei das Gegenteil von Wettbewerb, das System basiere auf der Akkumulation von Kapital (Vgl. ebd.), „doch im perfekten Wettbewerb fallen sämtliche Gewinne dem Konkurrenzkampf zum Opfer“ (Ebd.).

Unter „Monopol“ versteht Thiel nicht verbrecherische Kartelle oder „Schützlinge des Staates“ (Ebd.), sondern Unternehmen, die allein aus eigener Kraft, ein Monopol gebildet haben. Ein Beispiel dafür ist laut Peter Thiel der Google-Konzern (Vgl. ebd.). Das Suchmaschinen-Unternehmen hat den „Sprung from zero to one [sic!] geschafft“ (Ebd.).

Am Anfang des Kapitels erwähnte ich, dass Peter Thiel Freiheit und Demokratie als unvereinbar betrachtet. Doch was sind seine Gegenmodelle? Er selbst sieht drei mögliche „Fluchtwege“ aus der „Politik“ in die Freiheit. Zum einen wäre da der Ausbau des Cyberspace als möglicher Rückzugsort für Unternehmer (Vgl. Thiel 2009), „by starting a new Internet business, an entrepreneur may create a new world“ (Ebd.). Dies könnte die soziale und politische Ordnung verändern (Vgl. ebd.). Allgemein favorisiert Thiel die „Symbiose von Menschen und Maschine“ (Masters; Thiel 2014, 144). Dadurch können Unternehmen ihre Wertschöpfung und Leistung maximieren (Vgl. ebd., 144ff.)

Der zweite Lösungsweg ist die Eroberung und Kommerzialisierung des Weltraums. Das Weltall präsentiere „a limitless possibility for escape from world politics“ (Thiel 2009). Doch Thiel zeigt sich in diesem Feld nüchtern und zurückhaltend, er schreibt: „The libertarian future of classic science fiction, à la Heinlein, will not happen before the second half of the 21st century“ (Ebd.).

Die dritte Möglichkeit ist die Besiedlung des Ozeans, die Thiel als den realistischsten Weg einschätzt (Vgl. ebd.). Thiels Ziel ist es „to create floating libertarian city-states“ mithilfe des „Seasteading Institute“ (MacDougald 2016). Darüber im späteren Verlauf des Kapitels mehr.

Es sei auch anzumerken, dass Peter Thiel und Curtis Yarvin engen Kontakt miteinander pflegen, Thiel unterstützte den Philosophen gar (Vgl. ebd.).

Titus Gebel, ein deutscher Jurist und Unternehmer, ist ein Bekannter und Kollege von Peter Thiel, beide unterstützen das „Seasteading Institute“ (Vgl. Trüby 2021).

Gebels Hauptidee ist die Umsetzung sogenannter „Freier Privatstädte“. Er argumentiert, dass man die zweihundert Staaten „mit […] weitgehend gleichen oder ähnlichen Systemangeboten“ (Gebel 2018/19, 20) um tausende von unabhängigen oder zumindest teilautonomen Gemeindewesen ergänzen könnte. Dadurch wäre es für den einzelnen Bürger leichter mit den Füßen über „schlechte Systeme“ abzustimmen statt indirekt über die Wahlurne (Vgl. ebd.). Somit wären Staaten gezwungen als „attraktive Dienstleister um Kunden zu werben, anstatt ihre Bürger als Melkkühe und Versuchskaninchen für Weltverbesserungsideen zu betrachten“ (Ebd.).

Von solchen Gemeindewesen würden Dienstleistungen wie Sicherheit, Anbindung an die Infrastruktur, eine unabhängige Rechtsprechung etc. gegen Bezahlung erbracht, sämtliche Rechte und Pflichten würden in einem Vertrag festgehalten, der nicht einseitig geändert werden dürfte. Diese neuen Gemeindewesen nennt er „Freie Privatstädte“. Private Unternehmen treten hier als „Staatsdienstleister“ auf, die den Schutz von Leben, Freiheit und Eigentum bieten. Sollte das Unternehmen die „Vertragsbürger“ schlecht behandeln und Schiedssprüche ignorieren, so können die Bürger abwandern, wodurch das Unternehmen Verluste erleidet, dadurch entsteht der Anspruch des Unternehmens, die Bürger gut zu behandeln (Vgl. ebd., 116-119). Jeder Bürger kann tun, was er möchte, solange er nicht die Freiheit der anderen beschneidet. Er selbst ist für sein Handeln verantwortlich. Dadurch, dass jeder tun und leben kann, was und wie er möchte, gibt es keinen Bedarf für Mitbestimmungsorgane wie ein Parlament (Vgl. ebd., 120f.).

Ähnlich wie Peter Thiel ist auch Titus Gebel antidemokratisch eingestellt, er bezweifelt, dass wirtschaftliche Freiheit in Demokratien überleben kann. Gebel schreibt: „Angesichts der Tendenz der Mehrheit, vom Staat Eingriffe aller Art zu verlangen, erscheint die dauerhafte Gewährleistung eines Laissez-Faire-Systems nach dem Modell Hong Kongs in Demokratien nicht möglich“ (Ebd., 157). Massendemokratie und Minimalstaat können nicht simultan existieren, da „[d]ie Mehrheit […] immer denen folgen [wird], die ‚Gratis‘-Leistungen des Staates und ‚mehr Regulierung‘ als Problemlösung anbieten“ (Ebd., 164).

Demokratische Mitbestimmung und Änderungen des kapitalistischen Systems sind in Privatstädten nicht erwünscht, die Öffentlichkeit wird vollständig „entpolitisiert“ (Vgl. ebd., 125; 244f.).

Ebenso wie Peter Thiel unterstützt auch Titus Gebel die Sonderwirtschaftszonen in Honduras und das „Seasteading Institute“, das Privatstädte auf hoher See errichten möchte (Vgl. ebd., 178f.; 293). Ebenso zeigt er sich positiv gegenüber Saudi-Arabiens Neom-Projekt, dem Bau einer „Technostadt“, „welche höchstmögliche Lebensqualität, Innovationen und Wirtschaftsfreundlichkeit“ (Ebd., 289) mit eigenem Rechtssystem bieten soll (Vgl. ebd.).

In meinem letzten Punkt möchte ich kurz über das sogenannte „Metaverse“ sprechen, das neue Prestige-Objekt des Meta-Unternehmens von Mark Zuckerberg. Bei „Metaverse“ handelt es sich um eine Verschmelzung von virtueller und physischer Realität, eine „Online-Welt“ mit Auswirkungen auf die echte. Nutzer sollen sich nicht nur im „Metaverse“ aufhalten und ihre „digitale Identität“ ausleben, sondern auch dort wirklich leben, arbeiten und kommunizieren (Vgl. Luber, 2022). Im Gegensatz zu anderen bisher dagewesenen „Online-Welten“ wie z.B. bei MMORPGs (Massive Multiplayer Online Roleplay Games) soll „Metaverse“ keine Ablenkung von der Realität bieten, sondern mit ihr komplett verschmelzen, ein Bestandteil werden.

Nutzer sollen sich mithilfe von dreidimensionalen Avataren durch das „Metaverse“ bewegen. Sie werden in der Lage sein, Museen zu besuchen, Geschäftspartner zu treffen, an Veranstaltungen teilzunehmen, Grundstücke mit digitaler Währung zu erwerben, etc. (Vgl. ebd.). Das System läuft in Echtzeit und kann niemals unterbrochen werden. Das „Metaverse“ würde auch seine eigene Wirtschaft besitzen. Firmen und Privatpersonen sollen in der Lage sein, zu investieren, Güter zu verkaufen und für Arbeit bezahlt zu werden (Vgl. Rixecker 2022).

Die Ähnlichkeiten zum „Metaverse“ aus dem Roman „Snow Crash“ sind keineswegs zufälliger Natur sondern beabsichtigt.

5. Schlussbetrachtung

Der Kreis schließt sich. Cyberpunk-Autoren kritisierten einst in ihren Werken reaktionäres Denken und warnten vor den Auswirkungen des Technokapitalismus. Nun dienen die selben Werke als Vorlage für neoreaktionäre Unternehmer und Investoren.

Einfluss wird über mehrere Stufen genommen: Angefangen mit den Romanen und Kurzgeschichten von Gibson, Stephenson, Sterling und anderen zu neoreaktionären, technophilen Denkern wie Curtis Yarvin und Nick Land und schlussendlich zu Investoren wie Peter Thiel und Titus Gebel sowie Tech-Unternehmen.

Besonders einflussreich scheinen die Cyberpunk-Ideen bei Meta Platforms zu sein, da die Namensgleichheit des „Metaverse“ mit seinem Vetter aus „Snow Crash“ kein Zufall ist. Mark Zuckerberg, in nahezu dystopischer Zaibatsu-Manier, sagte einst: „Firmen stehen über Staaten“ (Fanta 2021).

Gebels Privatstädte verstecken sich hinter einer Maske der Freiwilligkeit, wären aber in der Praxis autoritäre (bis hin zu totalitären) Überwachungsstaaten, die nicht unähnlich, wenn nicht gar extremer, den Systemen in Singapur, Hong Kong und Dubai wären. Vergleicht man Passagen aus „Snow Crash“ und den Schriften Gebels lassen sich oftmals kaum nennenswerte Unterschiede erkennen.

Die „neoreaktionäre Bewegung“ verbreitet antidemokratische und anti-egalitäre Ideen und sieht Kapitalismus als ein allgegenwärtiges, alternativloses System an. Staaten sollen durch private Unternehmen ersetzt werden, entweder über den Formalismus (CEOs als „Könige“) oder über Privatstädte. Es gibt genug Unternehmer, bei denen diese Ideen großen Anklang finden.

Was ist nun „technokapitalistischer Totalitarismus“? Technokapitalistischer Totalitarismus ist allgegenwärtig, alternativlos, antidemokratisch und von jeglicher menschlicher Kontrolle und Emotion entkoppelt und wird u.a. von radikalen Technophilen im Silicon Valley unterstützt.

Es sei abschließend noch anzumerken, dass weder die Cyberpunk-Autoren noch die unzähligen Synthwave/Vaporwave-Musiker jemals die Absicht hatten, dass ihre (Schreckens-)Visionen von kapitalistischen Unternehmern in die Realität umgesetzt werden. Sie waren als Warnung gedacht, nicht als Anleitung für die Zukunft.

6. Literatur- und Quellenverzeichnis

1. Fanta, Alexander (2021): Peter Thiel. Ein Idol fürs Monopol. Verfügbar unter: https://netzpolitik.org/2021/peter-thiel-ein-idol-fuers-monopol/ [Aufgerufen am 26.02.2022].

2. Fatchett, Adam (2020): On Nick Land. The Weird Libertarian. Verfügbar unter: https://cybertrophic.wordpress.com/2020/01/04/on-nick-land-the-weird-libertarian/ [aufgerufen am 25.02.2022].

3. Gibson, William (2021): Neuromancer. Stuttgart: Tropen.

4. Gözen, Jiré Emine (2012): Cyberpunk Science Fiction. Literarische Fiktionen und Medientheorie. Bielefeld: transcript Verlag.

5. Land, Nick (2012): The Dark Enlightenment. Verfügbar unter: http://www.thedarkenlightenment.com/the-dark-enlightenment-by-nick-land/ [aufgerufen am 13.02.2022].

6. Land, Nick (2017): CyberGothic. In: Land, Nick (Hrsg.): Fanged Noumena. Collected Writing 1987-2007. Padstow: Urbanomic/Sequence Press, S. 345-374.

7. Land, Nick (2017): Machinic Desire. In: Land, Nick (Hrsg.): Fanged Noumena. Collected Writing 1987-2007. Padstow: Urbanomic/Sequence Press, S. 319-344.

8. Land, Nick (2017): Meltdown. In: Land, Nick (Hrsg.): Fanged Noumena. Collected Writing 1987-2007. Padstow: Urbanomic/Sequence Press, S. 441-460.

9. Luber, Stefan (2022): Was ist Metaverse? Verfügbar unter: https://www.cloudcomputing-insider.de/was-ist-metaverse-a-1091828/ [Aufgerufen am 26.02.2022].

10. MacDougald, Park (2016): Why Peter Thiel wants to topple Gawker and elect Donald Trump. Verfügbar unter: https://nymag.com/intelligencer/2016/06/peter-thiel.html [Aufgerufen am 26.02.2022].

11. Masters, Blake; Thiel, Peter (2014): Zero to One. Wie Innovation unsere Gesellschaft rettet. Frankfurt/New York: Campus Verlag.

12. Moldbug, Mencius (2007a): Against political Freedom. Verfügbar unter: https://www.unqualified-reservations.org/2007/08/against-political-freedom/ [aufgerufen am 25.02.2022].

13. Moldbug, Mencius (2007b): A Formalist Manifesto. Verfügbar unter: https://www.unqualified-reservations.org/2007/04/formalist-manifesto-originally-posted/ [aufgerufen am 25.02.2022].

13. Moldbug, Mencius (2007c): The Case against Democracy. Ten Redpills. Verfügbar unter: https://www.unqualified-reservations.org/2007/04/case-against-democracy-ten-red-pills/ [aufgerufen am 25.02.2022].

15. Rixecker, Kim (2022): Was ist das Metaverse eigentlich? Verfügbar unter: https://t3n.de/news/metaverse-erklaert-hype-zukunft-1419141/ [Aufgerufen am 26.02.2022].

16. Sandifer, Elizabeth (2017): Neoreaction a Basilisk. In: Sandifer, Elizabeth (Hrsg.): Neoreaction a Basilisk. Essays on and around the Alt Right. Leipzig: Eruditorum Press, S. 5-174.

17. Stephenson, Neal (2021): Snow Crash. Frankfurt am Main: FISCHER Tor.

18. Tanner, Grafton (2016): Babbling Corpse. Vaporwave and the Commodification of Ghosts. Washington/Manchester: Zero Books.

19. Thiel, Peter (2009): The Education of a Libertarian. Verfügbar unter: https://web.archive.org/web/20140416013533/http://www.cato-unbound.org/2009/04/13/peter-thiel/education-libertarian [aufgerufen am 26.02.2022].

20. Titus, Gebel (2018/19): Freie Privatstädte. Mehr Wettbewerb im wichtigsten Markt der Welt. Walldorf: Aquila Urbis Verlag.

21. Trüby, Stephan (2021): Das Faustrecht der Freiheit. Anarchokapitalistische Fantasien in der zeitgenössischen Architektur. Verfügbar unter: https://geschichtedergegenwart.ch/das-faustrecht-der-freiheit-anarchokapitalistische-fantasien-in-der-zeitgenoessischen-architektur/ [Aufgerufen am 26.02.2022].

7. Eidesstattliche Erklärung

Hiermit versichere ich an Eides statt, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig und nur mit den angegebenen Quellen und Hilfsmitteln (z. B. Nachschlagewerke oder Internet) angefertigt habe. Alle Stellen der Arbeit, die ich aus diesen Quellen und Hilfsmitteln dem Wortlaut oder dem Sinne nach entnommen habe, sind kenntlich gemacht und im Literaturverzeichnis aufgeführt. Weiterhin versichere ich, dass weder ich noch andere diese Arbeit weder in der vorliegenden noch in einer mehr oder weniger abgewandelten Form als Leistungsnachweise in einer anderen Veranstaltung bereits verwendet haben oder noch verwenden werden. Die Arbeit wurde noch nicht veröffentlicht oder einer anderen Prüfungsbehörde vorgelegt.

Die „Richtlinie zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis für Studierende an der Universität Potsdam (Plagiatsrichtlinie) – Vom 20. Oktober 2010“ ist mir bekannt.

Es handelt sich bei dieser Arbeit um meinen ersten Versuch.

Diese Hausarbeit entstand im Rahmen des Seminars „Musik und Totalitarismus“ im Wintersemester 2021/22 an der Uni Potsdam.

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